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Talysarn (Eine britische Partnergemeinde für Wabern)* *
leider nicht : der Gemeinderat hat sich gegen die Aufnahme Meine Frau, Brigitte Palazzolo-Nöding, und ich hatten in Abstimmung mit der Gemeinde Wabern Kontakt zu einer walisischen Gemeinde aufgenommen - der Gemeinderat Wabern hat diesen Kontakt jetzt zurückgewiesen. Ich lasse die Beschreibung trotzdem hier noch eine Weile stehen.
Die Gemeinde heißt Talysarn und liegt in Nord-Wales in einer phantastischen Landschaft. Die Irische See ist nur wenige Kilometer entfernt, und der Aufstieg zum höchsten Berg von Wales, dem majestätischen Snowdon (größer) beginnt gleich hinter dem Dorf. Der Snowdon zieht auch viele Touristen an, die aber den kleinen Ort noch nicht überfluten. Sie kommen im Sommer zum Baden in die Caernarfon-Bucht oder besuchen das Städtchen Caernarfon mit seiner gigantischen Zwingburg (mehr) aus dem Hochmittelalter. Caernarfon Castle ist nur eine von vielen riesigen guterhaltenen Burgen. Die ganze Gegend ist voll von ihnen, und von diesen Burgen her erschließt sich die Geschichte des Landes. Es ist erst im Hochmittelalter von den Engländern erobert worden, die es - vor allem hier oben im gebirgigen Norden - nie ganz durchdrungen haben. Sie haben von diesen Burgen aus Wales beherrscht und die Waliser haben nach ihrer Unterwerfung nie wieder so eine Schlagkraft entwickelt, dass die Burgen hätten Schaden nehmen können. In der Gegend von Talysarn wird heute noch Walisisch gesprochen und natürlich auch Englisch, das aber von vielen als erste Fremdsprache angesehen wird.
Talysarn
ist mit 2500 Einwohnern etwas kleiner als Wabern. Es gehört zu
einem Gemeindeverband, dem Tal der Nantlle (auf walisisch: Dyffryn Nantlle),
der ca. 10 Gemeinden umfasst.
... und der Ort sieht von weitem wie ein graublauer See aus. - hier ein Blick auf Talysarn vom Nachbarort Carmel herunter - Die Gegend ist traumhaft schön, aber der Schieferabbau hat auch tiefe Wunden geschlagen. Unmittelbar bei dem Ort ist eine riesige stillgelegte Schiefergrube, Dorothea Quarry. Hier ein Bild von einem Spaziergang in der Nähe des Ortes: man sieht in der unteren Bildhälfte die steilen Wände der Tagebaugrube. (größer)
Die Schieferbrüche mussten immer trockengepumpt werden. Nach dem Ende des Abbaus sind sie sofort vollgelaufen. Die so entstandenen kleinen Seen sind bei Tauchern beliebt. Das Pumphaus steht heute als Industriedenkmal in der walisischen Landschaft. Unser
Gesprächspartner in Talysarn war Dilwyn Lloyd. Er ist der
„Councillor“ des Ortes im Parlament der Grafschaft. Er ist in Talysarn
geboren und wohnt heute einen Steinwurf entfernt im Nachbarort Carmel. Er
ist ein Fußballfan; er wollte eine gemischte Waberner Amateur-Mannschaft
gegen seine „Gwynedd Allstars“
(mehr)
spielen lassen, und er hatte ähnliche Vorstellungen wie wir: er wollte einen Familienaustausch und keine reine
Rathauspartnerschaft. Dr. Heinz Nöding
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